Aktivieren Sie JavaScript, um Ihre Datenschutzeinstellungen ändern zu können und zusätzliche Inhalte wie Videos nutzen zu können.

Als Rettungskraft in der Zeitarbeit - wie ist das eigentlich so?

Kord Rietbrock, 34 Jahre, Rettungsassistent aus Niedersachsen, erzählt uns von seiner Motivation, seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Wünschen. 

Wie lange arbeiten Sie schon im Rettungsdienst und was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu erlernen?

Ich bin seit 8,5 Jahren im zivilen Rettungsdienst tätig. Vorher habe ich im Fachsanitätszentrum der Bundeswehr in Hannover gearbeitet und dort unter anderem Ärzte im Bereich Notfallmedizin begleitet. Damals hatte ich mich noch nicht für einen bestimmten Beruf entschieden, obwohl ich bereits ein starkes Interesse an Notfallmedizin hatte und mich dort sehr engagiert habe. Als mir nicht ärztliche und ärztliche Kameraden den dringenden Rat gaben, mich auch zivil in Richtung Rettungsdienst zu orientieren, verwarf ich andere Ideen und entschied mich für eine Ausbildung zum Rettungsassistenten. 2012 habe ich diese Ausbildung abgeschlossen und im Jahr 2018 meine Prüfung zum Notfallsanitäter erfolgreich bestanden.

Was motiviert Sie am meisten bei Ihrer Arbeit und was war Ihr bislang schönstes Erlebnis als Rettungsassistent?

Mir macht mein Beruf Spaß und ich finde ihn sehr attraktiv, besonders seitdem ich in Arbeitnehmerüberlassung arbeite. Denn jetzt kann ich mich voll und ganz der Medizin widmen und in meinen Einsätzen in verschiedenen Bereichen neue Leute kennenlernen. Ich war noch nie der Bürojob-Typ, deshalb macht mir das Herumreisen auch nichts aus.
Ich habe kein Helfersyndrom und denke auch nicht, dass ich die Welt verbessern kann. Allerdings habe ich einen Hang zur Ausbildung und leite sehr gerne Azubis auf der Wache oder auch im Einsatz als Praxisanleiter an. Das ist oft sehr willkommen bei den Auftraggebern, denn auch in dem Bereich fallen Leute aus und müssen ersetzt werden. Aber nur in der Berufsschule arbeiten möchte ich nicht.

Mein schönstes Erlebnis? Für mich ist es immer wieder angenehm, wenn ich in echten Notfall-Einsätzen helfen und nicht nur zur Schadensbegrenzung beitragen kann. Im besten Fall gibt es im Anschluss noch eine Rückmeldung von Arzt, dass es dem Patienten wieder gut geht. Ich erinnere mich an einen 9-jährigen Jungen, der eine offene Fraktur am Handgelenk hatte und der mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Nachbarn hatten damals Fotos von dem Hubschrauber gemacht und die Familie hat dem Rettungsteam zwei Monate später eines davon geschickt, zusammen mit einem Foto Ihres Sohnes mit Gips, auf dem sie alle unterschrieben und uns gedankt haben. Das war sehr schön!

Wie sind Sie auf Hire a Paramedic gestoßen und warum haben Sie sich für eine Anstellung bei uns entschieden?

Ich hatte damals eine Anzeige von Hire a Paramedic zufällig auf irgendeiner Internet-Plattform gesehen. Und da ich mich beruflich verändern wollte, habe ich mir den Webseiten-Auftritt der Firma näher angesehen. Mein erster Eindruck war: Das klingt so gut, dass es eigentlich nicht wahr sein kann. Ich habe mich dann trotzdem relativ formlos beworben und Herr Finkelmeier hat mich bereits am nächsten Morgen angerufen. Das hat mich positiv überrascht, denn es gibt viele unseriöse Anbieter auf dem Markt, die sich entweder spät oder überhaupt nie melden. Ich habe ihm bei unserem Telefonat viele Fragen gestellt und wir haben einen Termin für ein persönliches Kennenlernen ausgemacht. Das Bewerbungsgespräch wurde ernsthaft geführt, Herr Finkelmeier war gut informiert und hat mir Zeit gelassen, mich zu entscheiden. Ich habe mich dann schließlich für eine Anstellung in Vollzeit entschieden und es bis heute nicht bereut.

Wodurch unterscheidet sich Hire a Paramedic von anderen Arbeitgebern im Rettungsdienst?

Die Planung aus Wuppertal heraus ist gut durchdacht und die Firma geht mit ihren Mitarbeitern wertschätzend um. Ich sage mal salopp: Hire a Paramedic verkörpert ‚die helle Seite der Macht‘ – die Mitarbeiter sind seriös, bodenständig und wirklich nett, was eher selten im Rettungsdienst zu finden ist. Die Aussagen auf der Homepage stimmen zu 100 Prozent mit der Wirklichkeit überein. 

Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Einsätzen bei verschiedenen Rettungsdiensten gemacht?

Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Sicher ist man immer der Neue im Team und erhält vielleicht am Anfang misstrauische Blicke, aber damit habe ich kein Problem. Und natürlich hat jede Wache ihre eigenen Arbeits- und Vorgehensweisen, aber ich lasse mir alles erklären, arbeite mit und finde so schnell Anschluss. Ich werde kollegial aufgenommen und das soziale Gefüge im Team wird nicht gestört. Außerdem sind viele froh darüber, wenn der Chef in Zeiten von Grippewellen etc. Personal ausleiht, das für Entlastung sorgt. Man bemerkt dann schon eine unterschwellige Dankbarkeit. Ganz selten gibt es von Seiten des Teams echte Vorbehalte, da sie schon einmal unangenehme Erfahrungen mit anderen Zeitarbeitern gemacht haben. Die kann ich in der Regel aber schnell ausräumen.

Was sollte im Rettungsdienst allgemein verbessert werden?

Der Rettungsdienst sollte endlich die Zeichen der Zeit erkennen und seinen Mitarbeitern mehr Wertschätzung entgegenbringen und sich besser organisieren. Krankentransport und Rettungsdienst sollten klar getrennt werden, um keine Ressourcen zu vergeuden. Zudem stimmen die Work-Life-Balance und die Bezahlung bei vielen Rettungskräften nicht.
Außerdem sollten die Rettungsberufe qualitativ aufgewertet und die Kompetenzen der Notfallsanitäter klar geregelt werden. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum im Schnitt die Hälfte aller Notfallsanitäter-Schüler von vornherein später etwas anderes machen möchte: zum Beispiel Medizin studieren, zur Berufsfeuerwehr gehen oder etwas ganz anderes. Das ist schade und vergeudet auch Ressourcen. Ich würde mir wünschen, dass der Rettungsdienst endlich den Sprung ins 21. Jahrhundert schafft - auch was die Telemedizin anbelangt.   

Ihre Ansprechpartner zum Thema Arbeitnehmerüberlassung

Philipp Finkelmeier
+49 202 947 021 00
pfi@hireadoctor.de

Stefan Ortmann
+49 202 947 021 03
sor@hireadoctor.de