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Als Rettungskraft in der Zeitarbeit - wie ist das eigentlich so?

Christian Märken, 26 Jahre, Rettungssanitäter aus Nordrhein-Westfalen, erzählt uns von seiner Motivation, seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Wünschen. 

Wie lange arbeiten Sie schon im Rettungsdienst und was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu erlernen?

Ich habe vor elf Jahren im Katastrophenschutz in Solingen angefangen. Damals war ich noch in der Schule, als ein Referent einer Hilfsorganisation aus Solingen im Rahmen des Unterrichts die Arbeit im Ehrenamt vorstellte. Ziel war es damals eine Jugendgruppe in der Hilfsorganisation zu etablieren. Ich habe mich von dem Vortrag angesprochen gefühlt und habe kurze Zeit später dort angefangen, denn Menschen zu helfen und soziale Verantwortung zu tragen fand ich schon immer gut. Vom Katastrophenschutz bin ich dann langsam an den Rettungsdienst herangeführt worden.

Nach meinem Abitur 2011 habe ich mit dem Studium und einer parallel verlaufenden Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer begonnen. Gerade schreibe ich an meiner Masterarbeit. Parallel zu Schule und Studium habe ich mich erst zum Rettungshelfer und später zum Rettungssanitäter ausbilden lassen. Ausschlaggebend dafür war die Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg 2010, bei der viele meiner damaligen Kollegen vor Ort waren und geholfen haben.

Was motiviert Sie am meisten bei Ihrer Arbeit und was war Ihr bislang schönstes Erlebnis als Rettungssanitäter?

Das Gefühl helfen zu können, ist für mich ausschlaggebend. Wenn dank meiner Hilfe wieder jemand auf die Beine kommt, empfinde ich das als sehr befriedigend. Leider kommt es viel zu selten vor, dass ein Dankeschön für die geleistete Arbeit ausgesprochen wird. Mir ist das erst zweimal passiert. Einmal bei einem Einsatz, bei dem ein zweijähriges Kind durch einen Sturz auf eine Tischkante eine Platzwunde am Kopf erlitt. Die Eltern waren relativ jung und entsprechend aufgeregt. Nachdem wir mit Mutter und Kind ins Krankenhaus gefahren waren, rief der Vater noch einmal auf der Rettungswache an und bedankte sich bei uns. Ein andermal haben wir einem Fußballfan im Stadion geholfen, dessen frische OP-Narbe aufgeplatzt war und der innere Blutungen hatte. Auch er hat sich nach unserem Einsatz bei uns bedankt. Grundsätzlich ist es toll, Feedback auf seine Arbeit zu bekommen, auch wegen der Verarbeitung des Erlebten.

Wie sind Sie auf Hire a Paramedic gestoßen und warum haben Sie sich für eine Anstellung bei uns entschieden?

Vor Hire a Paramedic habe ich bereits im Rettungsdienst gearbeitet. Nach dem Verlust einer Ausschreibung, konnte ich nicht mehr für die Hilfsorganisation fahren, für die ich über zwei Jahre gearbeitet hatte. Da ich aber weiter im Rettungsdienst als Rettungssanitäter arbeiten wollte, habe ich mich bei diversen Rettungsdiensten beworben. Leider ohne Erfolg, denn die Personalverwaltungen haben es nicht hinbekommen, meine Bewerbung zu bearbeiten oder sich zu melden. Bei einer Hilfsorganisation kam die Rückmeldung nach vielem hin und her sogar erst nach 2,5 Monaten. Während dessen habe ich auf Facebook gesehen, dass Hire a Paramedic Mitarbeiter sucht. Ich war anfangs skeptisch, da ich weiß, dass Personalvermittler im Bauwesen oft sehr undurchsichtige Konstrukte sind. Aber nach einem sehr netten Telefonat mit Herrn Finkelmeier und einem persönlichen Gespräch mit Herrn van Dyk in Wuppertal, das super konstruktiv war und bei dem alle Informationen gut verständlich und transparent kommuniziert wurden, habe ich mich für eine befristete Anstellung in Arbeitnehmerüberlassung entschieden.

Wodurch unterscheidet sich Hire a Paramedic von anderen Arbeitgebern im Rettungsdienst?

Die Organisation, die Struktur und die Verwaltung sind wesentlich besser und ab dem ersten Kontakt ist zu merken, dass die Mitarbeiter im Personalmanagement professionell arbeiten. Das äußert sich zum Beispiel auch darin, dass ich adäquate Antworten auf alle meine Fragen bekomme. Außerdem erkundigen Sie sich, ob es mir bei meinen Einsätzen gut geht. Ich erinnere mich noch gut an die handgeschriebene Postkarte, die ich nach meinem ersten Einsatz von Hire a Paramedic erhalten habe. Eine solche Wertschätzung findet vom Arbeitgeber leider zu selten statt, obwohl doch die Dienstleistung durch Menschen und nicht durch Maschinen erfolgt.

Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Einsätzen bei verschiedenen Rettungsdiensten gemacht?

In meinem ersten Einsatz für Hire a Paramedic habe ich mich vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt. Ich war sofort Teil des Teams und die Kollegen haben sich sogar bei mir bedankt, dass sie aufgrund meines Einsatzes Urlaub nehmen oder Überstunden reduzieren konnten. Bei meinem derzeitigen Einsatz schlug mir anfangs mehr Skepsis entgegen – auch weil mein Kommen von der Leitung vor Ort nicht ausreichend kommuniziert wurde. Da ich aber nicht auf den Mund gefallen bin, konnte ich die Kollegen schnell über meine Funktion im Team aufklären und ihre Skepsis ausräumen. Inzwischen bin ich auch hier ein vollwertiges Mitglied des Teams.

Was sollte im Rettungsdienst allgemein verbessert werden?

Ich bin der Ansicht, dass die Mitarbeiter vernünftig entlohnt werden sollten und dass ein einheitlicher Tarifvertrag vonnöten wäre. Oft sind Tarifverträge entweder überholt oder gar nicht vorhanden. Außerdem müssten das Personalmanagement und die Verwaltung gerade bei den Hilfsorganisationen neu strukturiert werden. Denn die Personalprobleme im Rettungsdienst sind oft hausgemacht. Da hören sich Führung und Helfer nicht mehr zu, Mitarbeiter werden nicht in Prozesse integriert, die Arbeitsbelastung ist hoch und die Unzufriedenheit wächst. Das macht es schwierig, Mitarbeiter zu halten oder neue zu gewinnen. Des Weiteren sollte auch der technische Fortschritt im Rettungsdienst stärker vorangetrieben werden und u.a. flächendeckend elektrische Tragen als Standard gelten, denn es kommt nicht selten vor, dass zu zweit ein 100 kg schwerer Patienten gehoben werden muss. In der Baubranche sind hierfür klare Regeln für das Heben von Lasten definiert und was der Arbeitgeber zu unternehmen hat, um den Arbeitnehmer beim Transport der Last zu entlasten. Vergleichbare Regelungen sollten auch für den Rettungsdienst gelten.

Ihre Ansprechpartner zum Thema Arbeitnehmerüberlassung

Philipp Finkelmeier
+49 202 947 021 00
pfi@hireadoctor.de

Heidelinde Henze
+49 202 947 021 03
hhe@hireadoctor.de