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Als Rettungskraft in der Zeitarbeit - wie ist das eigentlich so?

Tobias Blank, 23 Jahre, Notfallsanitäter aus Mecklenburg-Vorpommern, erzählt uns von seiner Motivation, seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Wünschen. 

Wie lange arbeiten Sie schon im Rettungsdienst und was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu erlernen?

Ich habe bereits als Schüler in der 5. Klasse angefangen im Schulsanitätsdienst zu arbeiten und war dann ab der 7. Klasse Schülerleiter des Schulsanitätsdienstes. Anfangs wollte ich Medizin studieren, habe mich dann aber in der 10. Klasse dazu entschieden, erst einmal eine Ausbildung zum Rettungsassistenten zu machen. Da jedoch die Ausbildung zum Notfallsanitäter gerade neu eingeführt war, diese zu einer höheren Qualifikation führt und auch bezahlt wird, habe ich mich dann dafür entschieden. In der Berufsschule in Schwerin waren wir 16 Azubis, davon viele Abiturienten. Meine praktische Ausbildung habe ich in Wismar gemacht. Ende November 2017 habe ich die Ausbildung beendet und anschließend in Gadebusch meine ersten Erfahrungen als Notfallsanitäter in der Landrettung gesammelt.

Was motiviert Sie am meisten bei Ihrer Arbeit und was war Ihr bislang schönstes Erlebnis als Notfallsanitäter?

Mich motiviert am meisten die tolle und enge Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Außerdem empfinde ich das Herumreisen von Ort zu Ort in meiner jetzigen Anstellung bei Hire a Paramedic als Privileg. Ich finde es super, verschiedenste Menschen, neue Regionen und Städte in Deutschland kennenzulernen - auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist.

Es gab bei mir bisher kein einschneidendes Ereignis, an welches ich mich erinnere. Für mich sind es eher die kleinen, alltäglichen Dinge. Wenn man mit richtig tollen Kollegen einfach eine schöne Schicht hat, wenn man einen Patienten erfolgreich reanimiert und er mit einem gutem neurologischen Outcome das Krankenhaus wieder verlässt, wenn man einen polytraumatisierten Patienten ins Krankenhaus bringt und er überlebt, oder wenn man einen Patienten mit Zustand nach Sturz durch Medikamente die Schmerzen nimmt.

Wie sind Sie auf Hire a Paramedic gestoßen und warum haben Sie sich für eine Anstellung bei uns entschieden?

Ich hatte mich im Sommer 2018 bei drei verschiedenen Rettungsdiensten beworben und mich jeweils gegen eine Zusammenarbeit entschieden. Ein Azubi erzählte mir dann, dass man als Rettungsfachkraft auch in Arbeitnehmerüberlassung arbeiten kann, woraufhin ich mich auf der Webseite von Hire a Paramedic umgesehen und mit einer damaligen Mitarbeiterin telefoniert habe. Ein paar Tage später hatte ich mein Bewerbungsgespräch mit Herrn Finkelmeier, das wir über Skype geführt haben. Am 1. September 2018 habe ich dann bei Hire a Paramedic angefangen.

Meine Entscheidung als Leihkraft zu arbeiten, ist mir leicht gefallen. Denn ich bin jetzt noch ungebunden und so ist der Zeitpunkt ideal, um in verschiedenen Rettungsdiensten in Deutschland meine Erfahrungen zu sammeln. Ich möchte möglichst viel sehen und erleben und habe deshalb darum gebeten, mich - wenn möglich - nicht zweimal am selben Ort einzusetzen. Durchschnittlich bleibe ich einen Monat bei einem Rettungsdienstbetrieb.

Wodurch unterscheidet sich Hire a Paramedic von anderen Arbeitgebern im Rettungsdienst?

Da gibt es mehrere deutliche Unterschiede. Erstens habe ich im Gegensatz zu vielen Kollegen, die eine 42-, 45- oder gar 48-Stunden-Woche haben, nur eine 35-Stunden-Woche als reine Nettoarbeitszeit. Zweitens ist die Organisation eine völlig andere. Ich werde in meine Dienstplanung eingebunden und kann auch mein ‚Frei‘ sehr flexibel gestalten. Dadurch habe ich viele Freiheiten, die Kollegen im ‚klassischen‘ Verhältnis nicht haben. Drittens ist natürlich auch das regelmäßige Wechseln der Rettungsdienstbereiche ein deutlicher Unterschied. Viertens setzt sich mein Chef, Herr Finkelmeier, auch sehr positiv von vielen Rettungsdienstleitern ab. Man hat einfach mehr Mitsprache und fühlt sich auch als Person wertgeschätzt. Alles in allem ist es ein sehr abwechslungsreicher, fair bezahlter Job mit mehr Freizeit. Zusätzlich begibt man sich auch aus seiner Komfortzone. Dies bietet natürlich Herausforderungen und damit auch Chancen.

Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Einsätzen bei verschiedenen Rettungsdiensten gemacht?

Bei meinem ersten Einsatz als Leihkraft war es noch ein vorsichtiges Abtasten von beiden Seiten. Mittlerweile gibt es da schon eine gewisse Routine. Am ersten Tag werden die Formalitäten erledigt und man bekommt seine Arbeitskleidung. Dann fährt man einige Tage als ‚dritter Mann‘ mit, um alles kennenzulernen und zum Beispiel zu erfahren, welches Krankenhaus was leisten kann, wie die Funkkennungen sind und welche Wachen wo stehen.
In den Teams vor Ort ist die Neugier schon groß wie das so ist in der Arbeitnehmerüberlassung und ich muss viele Fragen beantworten, was ich auch gerne tue. Bei der Integration ins Team gab es bisher keine Probleme, die Akzeptanz meiner Person und Arbeitsleistung ist hoch.

Was sollte im Rettungsdienst allgemein verbessert werden?

Dieser Frage liegt ein komplexes Problem zu Grunde. Eine Antwort hierauf würde den Rahmen sprengen. Es wäre jedoch ein guter Start, wenn alle Parteien wieder einander zuhören würden. Am Ende sollten doch alle Parteien das beste für den echten Notfallpatienten wollen. Leider gehen die aktuellen Diskussionen in eine andere Richtung.

Ihre Ansprechpartner zum Thema Arbeitnehmerüberlassung

Philipp Finkelmeier
+49 202 947 021 00
pfi@hireadoctor.de

Diana Kopietz
+49 202 9470 2103
dko@hireadoctor.de